Entzündung in der Nase – was kann ich dagegen tun?

Von Luise Meyer |

Als Entzündung in der Nase beschreibt man entweder eine Nasenschleimhautentzündung oder ein Nasenfurunkel. Das sind zwei unterschiedliche Erkrankungen mit unterschiedlichen Symptomen, Ursachen und Gefahren. Hausmittel eignen sich sehr gut, um Entzündungen vorzubeugen oder sie zu behandeln. Wenn die Erkrankung aber länger dauert und sehr schmerzhaft ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wodurch entsteht eine Entzündung in der Nase?

Diese Erscheinung kann oft auf eine Nasenschleimhautentzündung oder auf ein Nasenfurunkel zurückgeführt werden. Beide Erkrankungen werden durch ein geschwächtes Immunsystem und eine trockene Nasenschleimhaut begünstigt.

Nasenschleimhautentzündung

Die Entzündung der Nasenschleimhaut wird üblicherweise der gemeine Schnupfen genannt. Er kann viral , ausgelöst von Rhino- oder Grippeviren (Rhinitis), oder bakteriell sein. Es gibt aber auch eine ganz andere Art von Nasenschleimhautentzündung, die nicht mit einem Schnupfen zu verwechseln ist und das ist die allergisch bedingte Entzündung. Hierbei wird die Entzündung von Allergenen ausgelöst, wie zum Beispiel bei Heuschnupfen oder der Pollenallergie. Obwohl sich diese beiden Arten von Nasenschleimhautentzündung sehr ähneln, können sie nicht gleich behandelt werden.

Nasenfurunkel

Im Gegensatz dazu steht das Nasenfurunkel. Es ist eine Entzündung der Haarwurzel durch hauteigene Bakterien, den Staphylokokken. Da die Entzündung des Nasenfurunkels tief in die Haut hinein reicht und somit die Blutbahnen erreicht, kann sie zu schweren Erkrankungen führen, wie zum Beispiel Blutvergiftung, Venenverschluss oder Venenentzündung. Da die Gesichts-Blutbahnen mit den Gehirn-Blutbahnen vernetzt sind, kann ein Nasenfurunkel auch zu einer Hirnhautentzündung führen.

geschwächtes Immunsystem

Das Entstehen beider Entzündungen wird begünstigt durch ein geschwächtes Immunsystem. Unser Immunsystem reagiert sehr anfällig auf unseren Lebensstil. Intensiver oder langanhaltender Stress sowie chronisch zu wenig Schlaf schwächen das Immunsystem. Ebenfalls wird es negativ beeinflusst von Hormonstörungen und bestimmten Medikamenten wie zum Beispiel Cortison. Es gibt aber auch chronische Erkrankungen, die dem Immunsystem schaden, so zum Beispiel AIDS, Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen.

eine trockene Nasenschleimhaut

Vor allem im Winter leiden viele Menschen unter einer trockenen Nasenschleimhaut, da die geheizte Luft in den Häusern sehr trocken ist. Eine ausgetrocknete Schleimhaut kann ihre Funktionen nicht mehr wahrnehmen und ist deshalb anfällig für Entzündungen.

Was für Symptome plagen uns bei einer Nasenentzündung?

Bei der Nasenschleimhautentzündung ist es, wie der Name sagt, die Schleimhaut, die sich durch die Viren oder Bakterien entzündet, was zu Schmerzen und vermehrter Sekret- Absonderung führt. Im fortgeschrittenen Stadium der Entzündung bildet sich gelblicher Eiter und es entwickeln sich Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber und Mattigkeit. Man fühlt sich krank. Durch das Anschwellen der entzündeten Schleimhaut kann es ferner zu Behinderung der Nasenatmung kommen, was gemeinhin als "verstopfte Nase” wahrgenommen wird. In diesem Fall werden auch der Geruchs- und Geschmackssinn gestört. Zudem kann sich durch häufiges Schnäuzen eine Entzündung der Nasenspitze und Nasenflügel entwickeln.
Ein Nasenfurunkel äußert sich hauptsächlich durch Schmerzen der Nase sowie Rötung und Schwellung des Naseneingangs, was sich zu einem späteren Zeitpunkt auf die Nasenspitze ausbreiten kann. Mit der Zeit entsteht ein geschwollener Eiterpfropf in der Nasenhöhle. Die Schwellung kann sich stark ausbreiten, sodass sie sogar die Oberlippe betrifft. Und es kann sich Fieber entwickeln.

Welche Hausmittel können gegen Entzündungen in der Nase helfen?

Was kann man gegen eine Nasenschleimhautentzündung tun?

  • Um die Schleimhaut abzuschwellen und somit die Nase zu befreien, ist es wichtig, viel zu trinken. Die Flüssigkeit hilft den Schleim zu verflüssigen, so dass er sich nicht festsetzen kann.
  • Zwiebeln sind die natürlichen Feinde der verstopften Nasen, denn der Zwiebelgeruch wirkt abschwellend auf die Nasenschleimhaut. Deshalb sollten frisch geschnittene Zwiebelringe ein ständiger Begleiter des Patienten sein.
  • Meerrettich wirkt auch sehr gut gegen geschwollene Schleimhäute. Man wickelt frisch geriebenen Meerrettich in ein Baumwolltuch und legt diese Kompresse auf Nase, Wangen oder Stirn. Die Augen sollten jedoch unbedingt ausgespart werden und die Kompressen nicht länger als 4 Minuten oder bis sich die Haut rötet aufgelegt bleiben.
  • Inhalieren mit Salzwasser. Meer- oder Himalaja-Salz eignen sich gut zur Inhalation. Die Schleimhäute werden gereinigt sowie befeuchtet und der Schleim wird verflüssigt.
  • Senfmehlfußbäder bekämpfen starke Entzündungen. Dazu wird Senfmehl in warmem Wasser aufgelöst. Man sollte jedoch die Augen vor den Dämpfen schützen, indem man das Fußbad mit einem Tuch abdeckt.
  • Um Allergien zu bekämpfen ist Apfelessig sehr wirksam. Man kann einen Esslöffel Apfelessig in einem Glas Wasser verdünnen und morgens auf nüchternen Magen trinken.

Was kann man gegen Nasenfurunkel tun?

Heiße Auflagen können das Reifen der Nasenfurunkel beschleunigen. Man löst Kernseife in heißem Wasser auf, tränkt ein Tuch damit und legt dieses von außen auf die Stelle der Entzündung auf. Auch Heilerde kann benutzt werden. Diese sollte zu einem Brei verarbeitet werden und dann auf die Nase aufgestrichen werden.

Wie kann man das Immunsystem stärken?

  • Echinacea und Propolis sind sehr gut für das Immunsystem. Propolis kann in Tropfen- oder Tablettenform eingenommen werden. Es ist hilfreich in akutem Zustand, wirkt aber dank der Stärkung des Immunsystems auch präventiv.
  • Vitamin C aktiviert das Immunsystem und kommt in großen Mengen in Sanddorn vor.
  • Colostrum enthält viele Abwehrstoffe, die das Immunsystem stärken, und kann als Kapseln oder Trinklösung eingenommen werden.

Im Falle einer starken, langanhaltenden Entzündung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Wie kann man Nasenentzündungen vorbeugen?

Intensive Hygiene

Sie ist in ein wichtiger Faktor gegen eine entzündete Nase. Es ist essenziell, das Gesicht und die Hände regelmäßig gut mit Seife zu waschen und wenn möglich nicht mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Ferner sollten Handtücher und Kissenbezüge häufig gewaschen und gewechselt werden.

Stärkung des Immunsystems

Man kann mit einfachen Maßnahmen das Immunsystem stärken, was sich positiv gegen Entzündungen auswirken wird. Eine vitaminreiche Ernährung ist generell gesund und stärkt das Immunsystem. Vitamine findet man allgemein in frischem Gemüse und Früchten, aber besonders gut für das Immunsystem sind Knoblauch, Peperoni, Schnittlauch, schwarze Johannisbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren. Zudem wirken sich viel Schlaf und möglichst wenig Stress nicht nur gut auf den Allgemeinzustand, sondern auch besonders gut auf das Immunsystem aus.

Desinfektion der Haut nach der Rasur

Für Männer ist es sehr wichtig, nach der Rasur die Haut zu desinfizieren. Das kann zum Beispiel mit einem alkoholhaltigen Aftershave gemacht werden.